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Das Rittergut Haus Heerfeld liegt in Liesborn im nordrhein-westfälischenKreis Warendorf. Das Landesamt für Denkmalpflege in Westfalen (LWL) hat den aus dem Mittelalter stammenden Rittersitz als Denkmal ersten Ranges eingestuft.

Der Rittersitz wurde 1194 erstmalig in einer Urkunde des Liesborner Abtes Engelbert genannt. 1251 bestätigt der Bischof der Diözese Münster, Otto II. von Lippe, den Erwerb von Zehnten zu Gronhorst im KirchspielWadersloh und zu Böntrup im Kirchspiel Liesborn durch das Kloster Liesborn.

Am 21. März 1298 wird Konrad von Heerfeld als Richter des Edelherrn von Lippe genannt. Von 1321 bis 1343 ist Bernhard von Heerfeld als Freigraf (nichtadeliger Richter) des Edelherrn Simon I. von Lippe am Freistuhl bezeugt. Als Freigraf der Lipper führt er die Lippische Rose im Wappen, während das Familienwappen der Heerfelder einen Helm zeigt. Zu dem Rittergut Haus Heerfeld gehörten Ländereien mit Fischereirechten, leibeigenen Bauern und Köttern.

1728 kaufte der 1724 in den Grafenstand erhobene Friedrich Bernhard Wilhelm von Plettenberg den Rittersitz. Im Jahr 1997 wurde Haus Heerfeld von den Kaufleuten Karl Heinz und Christa Eckervogt erworben. Seit dieser Zeit wird es in Eigenleistung restauriert und wieder instand gesetzt. So wurden die Gräfte und die Parkanlage wieder hergestellt sowie die zerstörte Brücke wieder aufgebaut.

Die dicke Packlage des aufgefüllten Schutts im Innenhof des hauses wurde abgetragen und das darunter liegende alte, relativ gut erhaltene Pflaster Stück für Stück mit einer Spitzhacke vorsichtig freigelegt.

Die zum Scheunentor des Wirtschaftshofs führende Straße erinnert an eine alte Römerstraße mit teilweise drastisch abfallenden seitlichem Gefälle. Man sieht die stark ausgefahrenen Spuren von Fuhrwerken noch im Pflaster.